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Etwa 550 Arten von Meeresfischen und etwa
360 Arten von Meerespflanzen sind von den Küsten Madeiras bekannt.
Bis jetzt konnte noch niemand die Anzahl der Arten von wirbellosen
Tieren erfassen (also der Garnelen, der Seeanemonen, der Seesterne,
etc., etc.). Jedes Jahr entdecken Wissenschaftler weitere Arten,
die bisher von Madeira noch nicht bekannt waren. Zum grossen Teil
handelt es sich dabei um Arten, die schon weiter südlich bekannt
sind, bei den Kanarischen Inseln etwa, oder um Arten, die schon
weiter nördlich bekannt sind, aus dem Mittelmeer zum Beispiel.
Manche dieser Arten sind aber völlig neu für die Wissenschaft
und noch nie vorher gefunden. Möglicherweise leben sie nur
in den Gewässern um Madeira, Porto Santo und die Desertas.
Die Meeresfauna und Meeresflora von Madeira
ist eine Mischung aus Arten mit biogeoraphischen Beziehungen zum
Norden (bis nach Norwegen), von sehr vielen Arten, die auch im Mittelmeer
leben, und einem erstaunlich grossen Anteil von echt tropischen
Arten. Für viele tropische Arten ist Madeira das nördliche
ende ihres Verbreitungsgebietes. Einige Beispiele dafür mit
Footos in diesem Buch sind der Röhrenaal Heteroconger Iongissimus,
der Rote Riffhummer Enoplometopus antillensis und die Braunalge
Stypopodium zonale. Mit ein klein wenig Übertreibung könnte
man sagen, dass (unter Wasser) Madeira das nördliche Ende der
Tropen ist.
Die Welt unter Wasser ist nicht unerreichbar.
Es genügt, schwimmen zu können. Für einen ersten
Blick braucht man keine teure Ausrüstung: Maske, Flossen und
Schnorchel sind genug. An der Oberfläche des Wassers schwebend
kann mna bereits einen grossen Teil dieses Zaubergartens sehen.
Jeder, der bei Madeira schnorchelt oder taucht, ist überrascht
von der Vielfalt und Pracht der Unterwasserwelt.
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